90 Minuten mit dem Bundespräsidenten

Krzysztof Ogiolda
Krzysztof Ogiolda
Ereignis. Bundespräsident Christian Wulff hat sich im Sitz der deutschen Minderheit in Breslau mit einer 30-köpfigen Delegation der Deutschen aus ganz Polen getroffen.

Es war nicht das erste Treffen der Minderheit mit einem Bundespräsidenten (vor ein paar Jahren wurde in Danzig eine Delegation der Deutschen vom Horst Köhler empfangen). Es war auch nicht das erste Gespräch der Deutschen aus Polen mit Christian Wulff, weil er sie schon als Ministerpräsident von Niedersachsen in Kreisau traf. Und dennoch hatten die Gespräche in Breslau einen historischen Charakter. Weil zum ersten Mal ein deutscher Bundespräsident Gast der deutschen Minderheit war. Die Rolle der Gastgeber übernahmen Renata Zajączkowska, die Vorsitzende der Deutschen in Breslau und Niederschlesien und Bernard Gaida, der Vorstandsvorsitzende des Verbandes deutscher Gesellschaften.

"Der Bundespräsident beteuerte, dass ihm die Minderheitenangelegenheiten am Herzen liegen", sagt Bernard Gaida. "Er hat uns zu verstehen gegeben, dass er sich darüber im Klaren ist, was die Deutschen in Zeiten der Volksrepublik Polen erlebt hatten. Aus dieser Perspektive hat er unsere organisatorische Strukturen und die jetzige Lage in Polen überaus positiv beurteilt. Er hat auch uns Grüße vom polnischen Präsidenten, Bronek Komorowski wie er sich ausdrückte, bestellt.

Das Treffen mit dem Bundespräsidenten und seinen Begleitern (in Breslau war u.a. Cornelia Pieper, Staatsministerin im Auswärtigen Amt) war für die deutsche Minderheit eine Gelegenheit um die Situation in der Bildung darzustellen und an die Bestimmungen des deutsch-polnischen Runden Tisches anzuknüpfen. So hat man die Erwartungen gegnüber Änderungen im Bildungsbereich und die Entwicklung der Medien der deutschen Minderheit, vor allem des Rundfunks geäußert.

"Wir haben dem Bundespräsidenten die Sachlage bezüglich unserer Bestrebungen zur Gründung eines Radios für die deutsche Minderheit dargelegt", sagt Norbert Rasch. "Wir haben auch von der Gründung eines Instituts gesprochen, das sich mit der Erforschung und Dokumentation der Geschichte und Gegenwart der deutschen Minderheit beschäftigen sollte. Alle angesprochene Themen werden wir in ein paar Tagen, nach Empfehlung des beim Treffen anwesenden deutschen Botschafters in Polen, direkt an die Kanzlei des Bundespräsidenten überreichen."

"Wir haben auch von schwierigen Themen, wie dem Zuschmieren der Ortsschilder und den Attacken auf die Minderheit berichtet. Jenen Fällen also, wo das polnische Recht entschiedend auf unserer Seite steht", fügt Bernard Gaida hinzu. "Christian Wulff hat uns dazu ermutigt, von dem Weg nach der Suche der eigenen Identität nicht abzusehen."

"Eine wichtige Sache für uns war die Atmosphäre des Treffens", meint Joanna Mróz, Pressesprecherin der SKGD. "Wir hatten das Gefühl, dass Herr Bundespräsident nicht nur Zeit für uns hatte, sondern auch unsere kulturelle Tätigkeit anerkannt hat und auch das, dass wir als Deutsche in Polen eine Gemeinschaft sind, die gemeinsame Ziele anstrebt.

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