In der Jahrhunderthalle zeigt die Minderheit das Beste, was sie hat

Krzysztof Ogiolda
Krzysztof Ogiolda
Zaktualizowano 
Agentur Tex Tour
Am Samstag findet das fünfte Festival der deutschen Minderheit statt. Deutsche aus ganz Polen werden auf der Bühne und im Publikum präsent sein. Der Star des Abends ist Andy Borg.

Das Kulturfestival der Deutschen Minderheit hat seinen festen Platz in der Breslauer Jahrhunderthalle gefunden. Es ist bereits bekannt, dass sich das Publikum an kommenden Samstag zahlreich erscheinen wird. Die Veranstalter erwarten die Ankunft von über 100 Bussen, aber die Teilnehmer werden ja auch noch privat mit Autos und Bahn anreisen.

Es wird bestimmt jeder etwas für sich finden, denn das Programm wurde mit Absicht so zusammengestellt, dass es Chor-, Blas- und Popmusik, Jazz, Opernarien, Musicalevergreens, Schlager, Auftritte von Gesangs- und Tanzgruppen sowie Kabarett geben wird. Auftreten werden mehrere Dutzend Künstler- und Künstlergruppen. Auf der Bühne wird sich alles rasant ändern, weil die Auftritte für 5-10 Minuten geplant sind, damit man möglichst viel zeigen kann. Das Festival beginnt um 12.00 Uhr mit Ansprachen und Reden der eingeladenen Gäste. Ab etwa 13.00 Uhr findet das Konzert statt, welches von Ewa Stolz und Konrad Wacławczyk moderiert wird. Zum Schluss (um etwa 18.00 Uhr) wird der Star des Abends, Andy Borg, auftreten.
Viele Mitglieder der deutschen Minderheit freuen sich schon auf das Treffen mit diesem österreichischen Sänger und Moderator, der seit 33 Jahren in den deutschsprachigen Ländern – Deutschland, Österreich und in der Schweiz, aber auch in Holland, Italien und Polen bekannt ist.

Der an Allerseelen des Jahres 1960 in Wien geborene Andy Borg ist gelernter Mechaniker. Den Weg auf die Bühne und zum Ruhm begann er 1981 in einer Talentshow des öffentlichen österreichischen Fernsehsenders ORF. Ein Jahr später landete er auf Platz zwei in der ZDF-Hitparade, und das Lied von damals, „Adios amor”, gehört bis heute – neben solchen Liedern wie: „Die Fischer von San Juan”, „Arrivederci Claire” oder „Ich will nicht wissen, wie Du heißt” – zu den größten Hits des Künstlers.
Besondere Popularität verschaffte ihm das „Musikantenstadl”, welches er moderiert hat. Diese bis 2015 ausgestrahlten Live-Sendungen mit Andy Borg und seinen Gästen versammelten insgesamt bis 200 Millionen Menschen vor den Bildschirmen.
Barbara und Henryk Gabor aus Przywor werden am Samstag mit Privatwagen nach Breslau fahren (im Bus gab es keine freien Plätze mehr). Das wird das erste Kulturfestival der deutschen Minderheit sein, bei dem sie dabei sind.

„Wir haben uns entschlossen zu fahren, weil Musik und Gesang unsere Leidenschaft sind. Dazu werden die Darbietungen auf der Bühne in unserer deutschen Sprache sein. Wir freuen uns, dass die deutsche Kultur gepflegt und verbreitet wird, dass immer mehr Menschen sich für sie interessieren und einen lebendigen Kontakt zu ihr pflegen“, sagen die Eheleute Gabor.
Zusätzlicher Ansporn ist die Tatsache, dass der Star des Festivals, Andy Borg, ihnen gut bekannt ist.
„Bereits als Kind hatte ich diesen Sänger gekannt“, gesteht Frau Barbara. Verwandte aus Deutschland haben Schalplatten und dann Kasetten mit seinen Liedern gebracht. Viele von seinen Liedern gehören bis heute zu meinen Lieblingsschlagern. Auch deswegen, als ich, wie alle Anderen auch, keine Möglichkeit hatte, Deutsch in der Schule zu lernen. Wir haben also die Sprache über das Singen kennengelernt und so den Akzent verbessert. Ich denke also, dass sein Auftritt sehr gelungen und ... lang sein wird. Seine Lieder gehen leicht ins Ohr, ich denke, dass er das Publikum mitreißen wird. Wir freuen uns schon auf diesen Abend“.

Auf der Festivalbühne werden Künstler der deutschen Minderheit aus ganz Polen auftreten, darunter auch viele aus dem Oppelner Land.
„Ein Auftritt an so einem Ort macht immer Eindruck“, gesteht Klaudiusz Lisoń, der in der Jahrhunderthalle das Jugendblasorchester aus Leschnitz dirigieren wird. „Das ist eine fantastische Halle, hinzu kommt, dass einige tausend Menschen im Publikum sitzen werden“.
Der Dirigent des Leschnitzer Orchesters verrät etwas mehr über das Repertoire.
„Wir möchten beim Festival etwas anbieten, was für ein Blasorchester nicht typisch ist. Gemeinsam mit einem Solistenduo werden wir ein Musikstück aus dem Musical „Elisabeth”, das in Deutschland und Österreich sehr populär ist, darbieten. Das Musical erzählt die überaus interessante und stürmische Biographie von Sissi, der Kaiserin Österreichs, Königin von Ungarn und Ehefrau des Kaisers Franz Josef I., die dem Publikum dank den Verfilmungen ihrer Lebensgeschichte gewiss bekannt ist. Das Orchester spielt außerdem das bekannte Duett „Lippen schweigen” aus der Operette von Franz Lehár „Die lustige Witwe”.
Maria Honka wird zwei Mal in der Jahrhunderthalle auftreten. Zuerst in der weiblichen Gesangsgruppe, welche das künstlerische Programm des Festivals beginnen und gleich versuchen wird, das Publikum mitzureißen.

„Im Duo mit Karolina Trela singen wir das beliebte Lied von Stefanie Hertel „Die Männer woll’n immer nur dein Bestes”, kündigt Maria Honka an. „Ich werde unser Geheimnis nicht verraten, aber ich kann versprechen, dass es während unserer Darbietung zusätzliche Highlights geben wird. Ich finde, dass unsere Stimmen – von Karolina und meine- zueinander passen. Wir unterstützen uns beide auf der Bühne und sind nicht mal ein weibliches, sondern ein Weiberduo mit hohem Temperament. Es ist für uns eine Auszeichnung, in dieser Halle vor einigen Tausend Menschen aufzutreten. Für gewöhnlich singen wir eher in unseren DFKs für einige Dutzend, manchmal für einhundert Menschen.”
Frau Anna Raudzis aus Zelasno wird mit dem Bus mit ihren Freunden vom DFK kommen. Sie hat sich zum ersten Mal entschieden zu fahren.

„Ich mag deutsche Schlager und denke, dass diese nicht fehlen werden. Ich bin schon sehr darauf gespannt, was man sonst im Foyer der Halle alles zu sehen bekommen wird. Es wird sich sicher niemand langweilen. Und ich freue mich, dass sich so viele Mitglieder der deutschen Minderheit an einem Ort treffen werden.”

Das genaue Programm des Festivals ist u.a. auf der Internetseite des Verbandes deutscher Gesellschaften zugänglich: www.vdg.pl. Die Veranstalter des Festivals sind: der Verband Deutscher Sozial-Kulturellen Gesellschaften in Polen und die Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft in Breslau. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernahmen der polnische Außenminister Grzegorz Schetyna und der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Der Eintritt für alle Veranstaltungen im Rahmen der Veranstaltung ist frei.

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