Ohne Schlesien gibt es kein Leben

Redakcja
Die letzte Volkszählung zeigte, dass wir in Polen mit einer großen Emigrationswelle zu tun haben. Zum Glück gibt es auch Menschen, die zur Rückkehr nach Oberschlesien bereit sind.

Marcin Muc aus Kossorowitz emigrierte nach Deutschland gleich nach dem Abschluss der Berufschule, wo er als Bautischler lernte. "Als junger Mensch wollte ich so schnell wie möglich viel Geld verdienen", gibt er selber ehrlich zu. Er wohnte bei seinem Cousin in Stuttgart und fing mit der Arbeit am Bau an. Einige Jahre blieb er in Murrhardt, einem Städtchen mitten im Schwäbisch-Fränkischen Wald gelegen. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 nahm hier die polnische Fußballmannschaft Quartier.

"In Deutschland habe ich alles gelernt. Ich hatte das Glück gehabt, dass ich hier auf Menschen stieß, die mir geholfen haben Erfahrungen zu sammeln. Ich hatte keine Ahnung gehabt, wie man Häuser baut. Hier habe ich gelernt Bauprojekte zu lesen und die neuesten Technologien und Materialien einzusetzen. Marcin Muc hat vieles gemacht. Einige Zeit, als er in Köln war, war er als Hausmeister in einem großen Bürogebäude eines Handyanbieters tätig. Dann hat er eine eigene Baufirma gegründet. Es lief ziemlich gut, aber die Sehnsucht nach der Heimat, nach Oberschlesien war sehr groß, weil dort seine Mutter und die Geschwister geblieben sind.

Nach sieben Jahren in Deutschland entschied er sich nach Hause, nach Kossorowitz, zurückzukehren. Er registrierte sich im hiesigen Arbeitsamt und wollte eine eigene Firma gründen. Sein Antrag wurde nicht Mal angenommen, auch wenn alles richtig ausgefüllt wurde.

"Für Firmenneugründungen gab es kein Geld mehr. Ich investierte alles, was ich in Deutschland eingespart hatte und gründete eine Firma ohne jegliche staatliche Unterstützung", sagt Marcin Muc. Heute beschäftigt er sechs Arbeiter. Die Firma hat ziemlich gute Entwicklungsperspektiven vor sich. " Jetzt bauen wir ein Haus in Proskau. Ich habe schon 11 Aufträge für das nächste Jahr. Der Garten meiner Mutter wurde in einen Parkplatz, für meine drei Firmenbusse, umgestaltet. Das hat meiner Mutter gar nicht gefallen", sagt und lacht der junge Firmenbesitzer.

Marcin Muc erinnert sich gerne an Deutschland. "Dort würde ich sicher mehr verdienen. Aber Kossorowitz möchte ich nicht mehr verlassen. Hier ist meine Heimat. Hier wohnen meine Nächsten. Ohne sie gibt es kein Leben", sagt er.

Piotr Koziol, stellvertretender Bürgermeister in Tarnau bestätigt, dass es immer mehr solche Fälle gibt. "Letztens sind einige Dutzend Menschen zurückgekehrt. Statistisch sind solche Menschen schwer zu erfassen, weil sich die meisten vor ihre Ausreise gar nicht abgemeldet hatten", sagt Piotr Koziol. Meistens kommen sie zurück wenn sich ihre finanzielle Situation verbessert hat oder sie jemanden hier kennengelernt haben. Entscheidend sind auch die immer besseren Bedingungen hier in Polen.
Tłum. Elf

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