Sie werden den 25. Jahrestag der Freundschaft zum Wohl von Schülern feiern

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ZSD Solarnia
Am Samstag, dem 11. Mai, findet in der Aula des Pilgerheimes in Sankt Annaberg ein vom VdG organisiertes Konzert anlässlich der Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages mit dem Landesverband Thüringen des Bundes der Vertriebenen statt.

Während des Konzerts werden Werke von Joseph Elsner und Karl Ditter von Dittersdorf aufgeführt und an die Geschichte und Bedeutung der bereits seit einem Viertel Jahrhundert bestehenden Zusammenarbeit erinnert.

- Dieses Jubiläum ist für uns von großer Bedeutung - gesteht Bernard Gaida, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG). „Einerseits war es ein stilles, andererseits ein sehr gezieltes Engagement einer Gruppe der BdV-Mitglieder aus Thüringen, die vor 25 Jahren – als Gruppe von Pädagogen – ausgezeichnet verstanden haben, welchen Bildungsbedarf wir haben und sich entschlossen haben, etwas Konkretes für uns zu tun. Sie versuchten, unseren Lehrern, und durch die Lehrer auch unseren Schülern, den Zugang zum deutschen Kulturerbe Schlesiens zu erleichtern. Die Tätigkeit nahm sowohl die Form von Treffen und Schulungen für Lehrer an als auch von Lieferungen von Broschüren und Filmen und anderen Hilfsmaterialien für Pädagogen. Ich möchte hervorheben, dass die Helfer aus Thüringen das alles ehrenamtlich getan haben. Sie waren auf besondere Weise mit Lubowitz und unseren Schulen verbunden, die den Namen Eichendorffs tragen.
Der VdG-Vorstandsvorsitzende unterstreicht, dass die BdV-Mitglieder in Thüringen, also in der ehemaligen DDR, im Jahr 1994 erst seit fünf Jahren die Möglichkeit einer freien Betätigung hatten. Sie haben sich dennoch nicht mit sich selbst befasst, sondern halfen den oberschlesischen Lehrern.

- Die BdV-Mitglieder aus Thüringen hatten ihre Wurzeln in Schlesien und Pommern - unterstreicht Bernard Gaida. - Da sie selbst erfahren haben, was es bedeutet, im totalitären System zu leben, wussten sie nur zu gut, wie ein von oben gesteuertes einheitliches Bildungssystem funktioniert. So konnten sie sich unseren Bedarf und unsere Schwierigkeiten sehr gut vorstellen und haben ganz konkret geholfen.

Auf der Seite der deutschen Minderheit war Joachim Niemann, der damalige Büroleiter des VdG, die treibende Kraft beim Abschluss des Freundschaftsvertrags mit Partnern aus Thüringen.

- Wir waren damals wirklich in einer schwierigen Lage, wenn es um den Sprachunterricht und die Vermittlung der deutschen Kultur und Tradition geht. Von daher kam auch die Idee der damaligen VdG-Führung, in den Reihen des Bundes der Vertriebenen nach Hilfe zu suchen. Ich bin deswegen gemeinsam mit Piotr Baron, der damals für Kultur und Bildung im VdG zuständig war, nach Erfurt gefahren - erinnert sich Niemann. - Die ersten Personen, Pioniere, die Bereitschaft zur Zusammenarbeit bekundet haben, war das Germanisten-Ehepaar Susanne und Peter Gallwitz. Diese wunderbaren Menschen mit Wurzeln in Niederschlesien haben uns beim Deutschunterricht und Landeskundevermittlung enorm unterstützt. Herr Gallwitz und seine Gattin sind Pädagogen aus Berufung. Sie haben genau gespürt, was wir brauchen, zumal sie ein Jahr lang in Oberschlesien an den Schulen in Oderwalde und in Alt Cosel unterrichtet haben. Frau Gallwitz hat sogar in einem Chor in der Gemeinde Birawa mitgesungen und ihr Mann hat nicht nur Kinder, sondern auch erwachsene DFK-Mitglieder unterrichtet. Das waren und sind es immer noch sehr aktive Menschen. Man kann es sich nur schwer vorstellen, wie viel methodisches Hilfsmaterial sie sowohl für den Deutschunterricht als auch für die Landeskunde vorbereitet und uns geliefert haben.

Joachim Niemann zweifelt nicht daran, dass die 25 Jahre dauernde Zusammenarbeit des VdG mit dem BdV Thüringen beträchtliche Früchte getragen hat, insbesondere im Bildungsbereich. Diese Unterstützung und Belebung der Bildung war in der Situation unentbehrlich, als sich die deutsche Minderheit für den Deutschunterricht engagierte, also für den Unterricht einer Sprache, die jahrzehntelang in Oberschlesien verboten war, insbesondere im öffentlichen Bereich. Ein Sonderkapitel ist das Engagement der Thüringer für die Verbreitung des Wissens über die Geschichte Schlesiens unter besonderer Berücksichtigung der Gestalt von Joseph von Eichendorff. Herr Niemann betont u.a. das Engagement von Peter Gallwitz bei der Organisation von Jugendfreizeiten und Jugendaustausch zwischen dem Oppelner Land und Thüringen sowie bei der Einrichtung von Lehrerseminaren in Oberschlesien und in anderen polnischen Regionen, vor allem in Nordpolen. Ein wichtiger Bestandteil seiner Aktivitäten war die Zusammenarbeit mit der ersten zweisprachigen Schule in der Region in Solarnia.

Ilona Wochnik-Kukawska, Schulleiterin der zweisprachigen Schule in Solarnia, arbeitet mit den Eheleuten Gallwitz seit 1999 zusammen.

- Wir hatten in der Schule kein Portrait unseres Patrons Joseph von Eichendorff - erinnert sich die Leiterin. - Auf die Bitte der Eheleute Gallwitz malte es für uns der Thüringer Maler Helmut Bednarek. Seitdem haben wir jedes Jahr irgendein Geschenk erhalten, welches im Unterricht eingesetzt werden kann (u.a Filme über Eichendorff, über Thüringen und über Ernst Friedrich Zwirner, den aus Jakobswalde stammenden Erbauer des Kölner Doms u.v.m.). Unsere Schüler fahren bis heute nach Thüringen und Gäste aus dieser Region kommen zu unseren Schulfeierlichkeiten. Diese Kontakte sind für unsere Schüler ein Ansporn zum Deutschlernen – sie können sich mit unseren Partnern ausschließlich auf Deutsch verständigen. Wenn Herr Gallwitz zu uns kommt, gibt er immer auch Sprachunterricht in unserer Schule als Muttersprachler. Wir schätzen die Treffen mit ihm sehr.

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