Vom guten Nikolaus und bösem Krampus

Krzysztof Ogiolda
Krzysztof Ogiolda
Bräuche. Nach einer alten deutschen Tradition haben Jungs am Nikolaustag und Mädchen am 13. Dezember, den Tag der heiligen Luzia, Geschenke bekommen. Zu den unartigen Kindern kamen Krampus und Ruprecht.

Sitten und Traditionen der Advent- und Weihnachtszeit aus dem deutschsprachigen Raum stellte gestern während einer Präsentation die Österreich-Bibliothek in Oppeln.

"Mann muss hervorheben, dass das Adventsklima bereits bei den Feierlichkeiten anlässlich des Martinstags zu spüren war", meint Leiterin der Bibliothek Monika Wójcik-Bednarz. "Die Kinder wanderten durch die Ortschaften hinter Sankt Martin auf einem Pferd und trugen Laternen. Die gleichen, die sie dann zur Rorate tragen. Als Andenken an die Güte Sankt Martins, der seinen Mantel mit Armen geteilt hatte, werden die Kinder mit Hörnchen und Brezeln und manchmal etwas Geld beschenkt."
Eine andere wichtige Gestalt des Advents ist natürlich der Nikolaus. Der aus Kleinasien stammende Bischof von Myra ging als Heiliger in die Geschichte ein, weil er sein Vermögen für karitative Zwecke verteilt hatte und sich im Leben der Bekehrung von Sündigern widmete.

"Den guten Nikolaus begleitete u.a. zwei böse Gestalten, die bei unartigen Kindern für Schrecken sorgten. Es war Knecht Ruprecht und Krampus.", sagt Monika Wójcik-Bednarz. "Besonders viel Angst hatten die Kinder vor dem Krampus, weil er unartige Kinder in einen großen Korb stehlen sollte."
Er war eine im ganzen Alpenland bekannte Gestalt, u.a. in Deutschland, Österreich, Norditalien, Kroatien und Slowenien. Der Krampus trug einen Mantel aus Schaf- oder Ziegenfell, hatte eine abstoßende Maske aus Lindenholz. Er hatte Hörner wie ein Teufel und sollte die Kinder erschrecken.
"Vor der Reformation wurden am Tag des hl. Nikolaus die Kinder, genauer gesagt die Jungen, beschenkt", sagt die Leiterin der Caritas-Bibliothek. Die Mädchen haben die Geschenke eine Woche später, am Tag der hl. Luzia, bekommen. Den Brauch des Christkindes, welches Geschenke bringt hat erst Martin Luther in der Reformationszeit verbreitet".

Man kann sich den Advent im deutschsprachigen Raum kaum ohne einen Adventskranz vorstellen. Diesen haben wir Johann Wichern zu verdanken. Dieser Lehrer und evangelischer Pastor hat in Hamburg eine Schule und ein Waisenheim geleitet. Er wollte den Heimkindern ein vorweihnachtliches Klima schaffen und zündete mit ihnen am ersten Adventsonntag des Jahres 1839 eine Adventskerze an, die auf einem Kreis mit 2 Meter Umfang aus Holz angebracht war. Die nächsten vierundzwanzig Kerzen (am Sonntag rote und in der Woche weiße) haben Kinder jeden Tag angezündet, je näher der Heiligabend war. Mit der Zeit wurden mit Ästen Tannenbäume geschmückt. Im Jahr 1860 wurde Pfarrer Wichern von Hamburg nach Berlin verlegt. Als er die Pfarrgemeinde verließ, begrenzte er die Zahl der Kerzen auf vier, entsprechend der Zahl der Sonntage im Advent. Deren Anzünden bedeutet, dass man wachsam ist und auf das Kommen Christi wartet. Der grüne Kranz ist das Symbol des Lebens.
Über den Adventskalender und deutsche Weihnachtsbräuche werden wir in der kommenden Ausgabe berichten.

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