Sie hatten den Mut, "nein" zu sagen

Anna Konopka
Anna Konopka
Anna Konopka
Bonhoeffer, Jacob, Edith Stein und Katharina Staritz - diese Breslauer Theologen und Gegner des Nationalsozialismus wurden, im Rahmen eines Vortrags, in der Caritas-Bibliothek vorgestellt.

Die Portraits der Theologen präsentierten Anna Siemieniec, Kunsthistorikerin und Mitarbeiterin der Stiftung “Dom Pokoju" ("Haus des Friedens") in Breslau und Edward Skubisz, der Gründer Stiftung und deren langjähriger Vorsitzender sowie ausgebildeter Theologe und Pädagoge.

Alle vorgestellten Persönlichkeiten vereinten die Offenheit gegenüber den Problemen der damaligen Gesellschaft und eine mutige Haltung im Kampf gegen den Nationalsozialismus und Antisemitismus.

“Dietrich Bonhoeffer war ein evangelischer Pastor und Theologe, wirkte im deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus als Mitglied der Bekennenden Kirche", erzählte Anna Siemieniec.

“Er wurde wegen der sog. “Wehrkraftzersetzung" inhaftiert und am 9. April 1945 auf persönlichen Befehl Hitlers im KZ Flossenbürg erhängt. Sein Denkmal steht in Breslau und stellt in der Stadt ein bleibendes Zeugnis seines Lebens und Todes dar. Bonhoeffer war wegen seiner Unterstützung für die Juden und dem Widerstand gegen die Naziideologie, welche er als eine Gefahr für die Christen, Deutschen und die Menschheit betrachtete, bekannt geworden."

Unter den Portraits der wichtigen Breslauer war natürlich auch Edith Stein - heilige Theresia Benedicta vom Kreuz. Sie war Jüdin und Karmelitin und starb als Märtyrerin in der Gaskammer von Auschwitz. Papst Johannes Paul II. erklärte sie zur Schutzpatronin Europas.

Von den im Vortrag vorgestellten Persönlichkeiten ist Katharina Staritz am wenigsten bekannt. Sie war eine evangelische Theologin und die Stadtvikarin von Breslau. Als Breslauer Pastorin hat sie 1941 in einem offenen Brief an alle evangelischen Amtsbrüder ihren Widerstand gegen die Pflicht zum Tragen des Davidssterns durch die “nichtarische" Bevölkerung geäußert.

Aus diesem Grund wurde sie von ihrem Amt suspendiert, zum Verlassen der Stadt gezwungen und von der Gestapo verfolgt. Letztendlich landete sie in den Konzentrationslagern in Breitenau und Ravensbrück. Nach dem Krieg hat sie als Pastorin in Frankfurt am Main gearbeitet (sie starb im Jahr 1953).

Während des Treffens wurde auch an den deutschen Rabbiner, Benno Jacob, erinnert. Er wurde an der Universität in Breslau am dortigen Jüdisch-Theologischen Seminar ausgebildet. Er studierte u.a. klassische und orientale Sprachen. Berühmt wurde er als aktiver Verteidiger der Bürgerrechte der deutschen Juden. Die längste Zeit seines Arbeitslebens verbrachte er in Dortmund, wo er als Rabbiner arbeitete. 1939 emigrierte er nach London, wo er im Januar 1945 verstarb.

Das Ziel des Projekts “Religion, Kultur, Bildung", das von der Stiftung “Dom Pokoju" durchgeführt wird, ist es u.a. die Haltung der Toleranz und des Respekts gegenüber Anderen, unabhängig von deren Herkunft, Konfession oder Nationalität, gesellschaftlich zu verbreiten.

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