Großes Schlittern oder Freude für Kinder und Hilfe für Jurek

Krzysztof Ogiolda
Krzysztof Ogiolda
Sławomir Mielnik
Zum 11. Mal organisierte der Bund der Jugend der Deutschen Minderheit (BJDM) auf der Eisbahn „Toropol” eine Wohltätigkeitsaktion. Es gab jede Menge Spaß und bei der Spendeaktion wurde ein neuer Rekord aufgestellt.

Am Sonntagmittag - das ist bereits Tradition beim Grossen Schlittern - füllte sich die Eisbahn mit Schlittschuhläufern zum ersten Mal. Bevor die jungen Menschen angefangen haben, zum Rhythmus der Musik, - natürlich in Begleitung des bunten Bären Fritz, des Maskottchens des BJDM - zu schlittern, war die Veranstaltung feierlich eröffnet worden. Mit dabei war der Vorsitzende der SKGD Rafał Bartek.

- Das ist ein Grund zur Freude, dass die Jugend der deutschen Minderheit zum wiederholten Mal diese karitative Aktion organisiert - so Rafał Bartek. - Aber noch wichtiger ist es, dass diese jungen Menschen etwas für Andere machen, nicht für sich. Sie machen uns alle darauf aufmerksam, dass es sich lohnt, an Jemanden zu denken, der in diesem Moment Hilfe braucht. Ein solches über sich Hinausgehen ist immer sehr wertvoll.

Die Aktion des BJDM hatte in diesem Jahr - das ist auch bereits Tradition - verschiedene Rezipienten. In die Eishalle luden die jungen Deutschen Kinder aus Kinderheimen samt den Lehrern ein. Für sie veranstalten sie weiterhin eine Sammlung von Chemieartikeln und Schulsachen. Doch im Mittelpunkt der Hilfsaktion im Rahmen des diesjährigen Großen Schlitterns stand der neunjährige Jurek Rominkiewicz.

Der Junge leidet an einer Kinderkrankheit, der chronischen entzündlichen Erkrankung der Gelenke. Jurek ist Enkel des im vergangenen Jahr verstorbenen verdienten Aktivisten der deutschen Minderheit Bernard Kus. Die Krankheit traf ihn plötzlich. Er war noch vor einem Jahr ein fröhlicher und gesunder Achtjähriger und ein sehr begabter Schüler. Es hat sich herausgestellt, dass er im Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie in Garmisch-Partenkirchen Hilfe suchen musste, um die Krankheit zu stoppen.
Die ersten Symptome waren starke Muskelschmerzen. Während der Behandlung traten immer neue Beschwerden auf: Entzündungen in der Lunge, Ausschlag, Flüssigkeit im Bauchfell und in der Pleurahöhle, Vergrößerung der Milz und der Leber. Aufgrund der starken Schmerzen wurde er mit hoher Dosis der Steroide behandelt, was ihm das Leben gerettet hat. Jurek stand erneut in Lebensgefahr, als er im September 2015 an einer starken Lungenentzündung mit respiratorischer Insuffizienz erkrankte.
Die Therapie wird sicherlich fortgesetzt. Alle, die seine Behandlung unterstützen möchten, können an die Niederschlesische Stiftung für Gesundheitsschutz (Dolnośląska Fundacja Rozwoju Ochrony Zdrowia) unter der Kontonummer: 45 1240 1994 1111 0000 2495 6839 mit dem Vermerk: „Spende für Gesundheitsschutz - Rominkiewicz“ („darowizna na cele ochrony zdrowia - Rominkiewicz”) einen beliebigen Betrag überweisen.

Auch der Teil des Großen Schlitterns, welcher an die Heimkinder gerichtet war, hat gut geklappt.
- Es ist gelungen, über 300 Heimkinder aus acht Einrichtungen einzuladen, was ein Rekord war - freut sich Bartosz Świerczyński vom BJDM, einer der Veranstalter der Aktion. - Obwohl wir in einer sehr kleinen Gruppe von sechs Personen aktiv waren, ist das Große Schlittern sehr gut gelungen. Unterstützung bekamen wir von ca. 30 Volontären. Eine zusätzliche Sammelaktion auf dem Parkplatz vor dem Oppelner Amphitheater führte die Fahrschule Zmuda durch und unterstützte so unsere Aktion.
An der ersten Schlitterrunde (insgesamt waren es fünf) nahmen u.a. Heimkinder aus Chmiellowitz, Patschkau, Hermsdorf und Neisse teil. - Wir sind hier zum wiederholten Mal - sagt Małgorzata Szymańska, Pädagogin aus Hermsdorf. - Für unsere Kinder ist schon der Ausflug an sich eine tolle Sache und auch eine Gelegenheit zur Integration mit anderen Kindern. Ich habe auch Schlittschuhe mitgenommen. Nicht nur, weil ich Schlittschuhlaufen mag. Ich möchte mit unseren Pflegekindern sein, authentisch und nahe. Wie Mama oder Papa mit Kindern.

Bartosz Świerczyński freut sich auch, dass unter den Oppelner - was Umfragen bestätigen - das Bewusstsein wächst, dass das Große Schlittern eine Aktion der deutschen Minderheit ist. -Zugleich ist die Veranstaltung sehr beliebt. Es gab viele Menschen, die am wohltätigen Jumping für die Aktion des Schlitterns auf Trampolinen ihre Muskeln in Schwung brachten. Es gab mehr Teilnehmer als Plätze.

Zum gemeinsamen Schlittern sind auch Izabela und Piotr Koziol mit ihrem dreijährigen Sohn Daniel gekommen.
Die Eltern haben vor Jahren die ersten Aktionen des Bundes der Jugend der Deutschen Minderheit mitorganisiert.
- Wir wollten sehen, wie das Große Schlittern, welches wir einst mit gestaltet haben, heute aussieht - sagt das Ehepaar. - Mit Freude haben wir gesehen, dass es ähnlich wie damals ist. Es gibt allerdings weniger Befürchtungen, weil das Schlittern bereits Tradition hat und es wundert niemanden mehr, dass die deutsche Jugend eine Wohltätigkeitsaktion durchführt. Wir wollen den Sonntagnachmittag gemeinsam und aktiv verbringen und zugleich dem kranken Jurek helfen.

Joanna Hassa, Pressesprecherin der SKGD, die bei der Veranstaltung beim Ticketverkauf half, freute sich, dass viele Teilnehmer für den guten Zweck mehr als den symbolischen Zloty für den Eintritt bezahlt haben.
- So konnte man insgesamt 2.521 Zloty und 30 Groschen zusammenbekommen. Das ist die größte Summe in der Geschichte aller elf Editionen des Großen Schlitterns - sagt Frau Joanna.

- Wir werden weiterhin Chemieartikel und Schulsachen für die Heimkinder sammeln - sagt die Koordinatorin des Großen Schlitterns, Katrin Koschny vom BJDM. - Man kann diese in den Sitz der SKGD in Oppeln (ul. Konopnicka 6) bis zum 18 März bringen. Ich freue mich, dass die Veranstaltung gelungen ist. Einen wichtigen Beitrag haben unsere Volontäre geleistet (man konnte sie an den charakteristischen blauen T-Shirts erkennen). Sie haben nicht nur den Kindern geholfen, Schlittschuh zu laufen, sondern halfen auch dabei, die Schlittschuhe anzuziehen, verteilten Bonbons, halfen einen Platz zu finden, wo die Teilnehmer eine warme Mahlzeit zu sich nehmen konnten oder machten beim Debüt auf dem Eis den Teilnehmern einfach nur Mut.

Unter den Volontären war am Sonntag Ewa Kowalska, Auszubildende einer Schule für künftige Friseure in Malapane.
- Ich war bereits mehrmals als Volontärin beim Großen Schlittern dabei, da ich einfach gerne helfe - sagt Ewa. - Es lohnt sich sicherlich, Kindern zu helfen, weil das auch eine Freude für uns ist. Ich glaube, dass man das Gute, welches man anderen Menschen schenkt, zurückbekommt. Ich selbst bin in einem Kinderheim aufgewachsen. Daher wollte ich umso mehr meinen jüngeren „Kollegen“ helfen, die uns heute besucht haben.

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