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Liebhaber des Schwarzen Kontinents aus Oppeln

Prof. Joanna Rostropowicz
Persönlichkeit. Für Friedrich Wilhelm Kuhnerts Wildtierbilder zahlen Sammler viele Tausend Euro.

Über die Kindheit des berühmten Malers ist kaum etwas bekannt. Er wurde in Oppeln am 28. September 1865 geboren; sein Taufname war Friedrich Wilhelm, aber er hat nur seinen zweiten Namen Wilhelm gebraucht, mit dem er seine Bilder signierte (meistens mit den Initialen: W. Kuhnert); diesen Namen erhielt er nach seiner Mutter, Wilhelmine. Es ist nicht genau bekannt, welchen Beruf sein Vater ausgeübt hatte: er war entweder Beamte niedrigen Grades oder Eisenbahner.

Alte Oppelner hatten in Erinnerung, dass er bereits als Kind überaus gerne gemalt hatte: wo immer er sich kurz aufhielt, hinterließ er eine Zeichnung. Tischdecken, Wachstücher, Wände - das alles fiel dem kleinen Künstler zum Opfer. Wie sich sein Enkel Hansjörg Werner Kuhnert erinnerte, hatte er auf diese Weise sein Talent im Alter von drei Jahren offenbart und sein "echtes" Bild mit dreizehn Jahren gemalt. Doch nichts deutete damals darauf hin, dass er zum "Wilhelm von den Löwen" wird.

Nachdem er die Grundschule absolvierte, machte er eine kaufmännische Lehre, die den Jungen jedoch nicht interessierte und er diese nach einem Jahr abbrach. Mit sechzehn Jahren ging er zu Verwandten nach Berlin. Er wohnte bei seiner verheirateten Cousine. Seinen Unterhalt verdiente er mit Malen. Er machte Grußkarten, Visitenkarten, Bildchen, Portraits. So kam eine beträchtliche Summe zusammen. Er dachte nun daran sein Talent an der Berliner Kunstakademie zu entfalten. Im Jahr 1883 nahm er an einem Stipendiums-Wettbewerb für an dieser Schule teil. Er legte eine Kopie des Gemäldes von Jan van der Meer (1632-1675) "Brautschau" vor, die angeblich ideal war. Der junge Oppelner gewann den Wettbewerb und konnte sich in den Jahren 1883 bis 1887 ruhig seinem Studium widmen.

Er erwies sich als ein hervorragender Künstler. Bereits als Student hatte er ein eigenes Atelier und malte sehr viel. Während seiner vielen Besuche im Berliner Tiergarten lernte er seinen Direktor, Ludwig Heck kennen. Dieser stellte ihn seinem Freund Hans Meyer vor, der Besitzer eines damals in Deutschland bekannten Verlags gewesen ist. Hans Meyer machte Kuhnert den Vorschlag, die Bilder für eine weitere Ausgabe des Lexikons Tierleben zu malen. Es war der Beginn seiner Karriere.
Derweilen hat sich viel auf der Welt geändert. Auf dem Gebiet des heutigen Staates Namibia wurde 1883 die erste deutsche Kolonie gegründet. Einige Jahre später wurde sie um ein Stück Land zwischen dem britischen Kenia und dem portugiesischen Mosambik erweitert. Im Jahr 1886 haben England, Deutschland und Portugal letztendlich die Einflusszonen festgelegt.

Im nächsten Jahr ließ Bismarck in Berlin den "Kölner Basar" einrichten. Viele Stände zeigten interessante Gegenstände aus Afrika; an einem konnte man den Vorsteher eines afrikanischen Stammes sehen. Wilhelm Kuhnert, der mit Eifer die Ausstellung besichtigte, malte diesen. Angeblich war dies der entscheidende Moment, in dem bei dem Maler aus Oppeln der Wunsch der Reise zum Schwarzen Kontinent entflammte. Die endgültige Entscheidung traf er unter Einfluss von Hans Meyer. Dieser erzählte dem Künstler von seiner Expedition, bei der er den höchsten Gipfel Afrikas, den Kilimandscharo (5895 m) erklomm. Nun hatte Kuhnert keine Zweifel mehr. Er verdiente mit der Malerei ein erhebliches Vermögen, zu dem noch ein hohes Honorar vom Meyer hinzukam. Meyer gab Kuhnert einen teil seiner Ausrüstung mit auf den Weg, sowie Empfehlungsbriefe an die Vorsteher der Stamme.

Der 24-jährige Kuhnert machte sich im März 1890 auf den Weg. Die Reise dauerte zwei Monate. Er gelang in die Stadt Tanga in Tansania. Von da aus ging es ins innere Afrikas, in Begleitung von Einheimischen, die Zelte, Vorräte, Malausrüstung und Gewehre trugen.
"Von meiner Jugend gab ich mich einer völlig weiten, göttlichen Natur und ihren Schöpfungen. Später, nach einem tiefen Studium, erkannte ich, dass man das Tier nur in seiner eigenen, heimischen Umgebung darstellen kann und nicht in irgendwelchen phantastischen Welt. (...) Die unverfälschte Wildnis zieht mich also an, wo der Mensch als Schöpfung der Natur lebt - schrieb Kuhnert in der Einführung zu seinen Erzählungen Im Lande meiner Modelle (Leipzig 1918).

Der Künstler hat viele Skizzen, Zeichnungen, Bilder angefertigt. Er verewigte die unterschiedlichsten Tiere, afrikanische Landschaften, Gesichter der Bewohner des Schwarzen Kontinents, vorwiegend der Gebiete des heutigen Tansania, Burundi und Ruanda darauf. 1892 kehrte er nach Berlin zurück. Er brachte auch interessante Jagdtrophäen mit. Seine Arbeiten zeigte er in der Großen Berliner Kunstausstellung 1893. Sie sorgten für allgemeines Interesse und wurden auch mit einer Medaille ausgezeichnet. Der Künstler erhielt immer mehr Prestigeaufträge. Gemeinsam mit einem Zoologen, Wilhelm Haacke bearbeitete er eine dreibändige Ausgabe Das Tierleben der Erde (Erscheinungsjahr 1901), indem er die Texte illustrierte. Er wurde immer reicher. Mehrmals wechselte er sein Atelier - das letzte, im Jahr 1901 eingerichtet, war so geräumig, dass der Künstler darin Ausstellungen organisieren konnte.

Bis heute besteht Interesse für seine Gemälde, die bei Auktionen von Kunstwerken große Summen erreichen. Im November 1997 wurde sein Ölgemälde "Löwen in der Savanne" (gemalt im Jahr 1905) für einhundertviertausend Euro gekauft! Billiger war ein Aquarell, die Antilopen (aus dem Jahr 1900), die "nur" 14.030 Euro kostete.

Bald, am 16. Juni 1894, gründete Wilhelm Kuhnert eine Familie. Seine Frau war achtzehn Jahre alt und trug fünf Vornamen: Emilie Caroline Wilhelmine Ottilie Alvine, ihr Familienname war Herdikkerhoff. Nach fast einem Jahr kam ihre Tochter, Margarethe zur Welt. Der Künstler war jedoch zu einem ruhigen Leben an der Seite seiner Frau und Kindes nicht fähig. Eine unruhige Natur des Jägers, Entdeckers, Forschers der weiten, wilden Gegend gewann die Oberhand. Im Jahr 1897 nahm er seine nächste Reise auf. Diesmal führte der Weg durch die Schweiz und Italien. Bald fasste er den Entschluss ein zweites Mal nach Afrika zu gehen. 1905 begann er die nächste Expedition, ließ seine Frau und das Kind in Berlin. Der Ausgangspunkt war Dar es Salaam. Von da aus ging er ins Innere, dieses damals unruhigen Landes, ungeachtet der vielen Gefahren. Seine Erlebnisse schilderte er in der bereits erwähnten Sammlung Im Lande meiner Modelle. Das Buch fand viele Leser.
1906 verließ er Afrika, doch statt nach Hause zu gehen, ging er nach Ceylon. Damals hielt es seine Frau nicht aus. Sie nahm die Tochter und verließ den Ehemann. Obwohl Kuhnert von ihrer Entscheidung während der Schifffahrt erfuhr, kehrte er nicht zurück. Er kam erst 1907 nach Berlin zurück. Wieder brachte er unzählige Zeichnungen, Skizzen und Gemälde mit sich. Man muss dazu sagen, dass er die Kontakte zu seiner Tochter nicht aufgab und ein gutes Verhältnis zu ihr hatte.

Nach einigen Jahren geht Kuhnert zum dritten Mal nach Afrika. Diesmal war es keine einfache Exkursion. Der sächsische König, Friedrich August, wollte nach Ägypten und Sudan zu einer Jagdexkursion. Der Sächsische Hof schlug dem Künstler vor, die Reiseführung zu übernehmen. Kuhnert war glücklich. Seit langer Zeit wollte er Sudan erforschen. Ohne Nachdenken willigte er die Reise ein. Die Exkursion dauerte von Januar bis März 1911. Im Mai desselben Jahres ging Wilhelm Kuhnert ein weiteres Mal nach Afrika. Er weilte dort fast ein Jahr und kam im April 1912 nach Deutschland zurück.

Er war fast fünfzig Jahre alt. Die Reisen haben in größtem Maße seine Neugier gestillt. Er entschied sich also eine neue Familie zu gründen und heiratete 1913 Gerda von Jankowski. Die Ehe war gelungen, obwohl die Eheleute kinderlos blieben. Er fand in seiner Frau eine Stütze, sie brachte Ruhe in sein Leben, der ihm dabei verholfen hat, sich an großen Arbeiten zu konzentrieren. Er fertigte u.a. 123 Kupferstiche rund um das Thema Afrika an.
Am 28. September 1925, am 60. Geburtstag des Meisters, verstarb seine Frau. Wilhelm Kuhnert hat sie um fast ein halbes Jahr überlebt. Während eines Kuraufenthaltes in Flims in der Schweiz, starb er am 11. Februar 1926 an einer Lungenentzündung. Er wurde in Berlin auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf beigesetzt. Auf seinem Grabmal wurde das Abbild eines Löwen, seines Lieblingstieres angebracht.
Tłum. Elf

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