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Spielen mit weißem und schwarzem Adler

Ewa Joszko/KOGZaktualizowano 
Politik und Sport. Über Ernst Wilimowski und Polen, die bei Borussia Dortmund spielen, diskutierten in Oppeln Fussballfans und Liebhaber der deutsch-polnischen Verhältnisse mit Thomas Urban.

Der Gast des Treffens, ein langjähriger Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung" in Warschau, begann sich für das Schicksal der Fußballspieler aus dem Grenzland und deren Probleme im Zusammenhang mit deren nationalen Zugehörigkeit zu interessieren, nachdem er nach der Fußballweltmeisterschaft in Südkorea und Japan in polnischen Zeitungen folgende Schlagzeilen las: "Pole schießt Tore für Deutsche".

Er sammelte Material, sprach mit Kindern der Fussballer aus den 1920er und 1930er Jahren sowie den Eltern der heutigen Bundesligaspieler, deren Familienschicksale mit der Geschichte der Verbindungen zwischen Polen, Schlesier und Deutschen zusammenhingen. Er gelang u.a. an den Sohn von Friedrich Scherfke, einen echten Preußen und Protestanten, den Spieler von Warta Posen und der polnischen Nationalmannschaft.

Infolge dieser Suche entstand das Buch "Schwarze Adler, weiße Adler. Deutsche und polnische Fußballer im Räderwerk der Politik".

In Oppeln erzählte der Journalist u.a. über das berühmte Spiel des 1.FC Kattowitz mit Wisla Krakau aus dem Jahr 1927 um die polnische Meisterschaft, bei dem die deutsche Mannschaft das Spielfeld aus Protest gegen ungerechte Entscheidungen des Schiedsrichters vorzeitig verließ. Das hatte sich später auf das politische deutsch-polnische Verhältnis ausgewirkt.

Für rege Reaktionen sorgte beim Publikum die Lebensgeschichte des in den 1930er und 1940er Jahren bekannten Fussballers Ernst Wilimowski. Der als Ernst Otto Pradella geborener Fußballer nahm im Alter von 13 Jahren den Namen seines Stiefvaters Wilimowski an. Er sprach Deutsch und Wasserpolnisch. Er war Spieler in der polnischen Nationalmannschaft, schoss vier Tore im Spiel gegen Brasilien bei der Weltmeisterschaft im Jahr 1936. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unterschrieb er die Volksliste, fuhr in das Reichsinnere und setzte seine Sportkarriere im Polizeisportverein in Chemnitz und der deutschen Nationalmannschaft fort. In der Volksrepublik Polen galt er als Verräter. Eine Zeitlang wurden seine Erfolge und Tore offiziell anderen Fußballspielern zugeschrieben.

"Ich interessiere mich nur ein bisschen für Fußball, doch es hat mich neugierig gemacht, wie man aus der Perspektive des Fußballfeldes die Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen darstellen kann", sagt Monika Hyla aus Kossorowitz, die an dem Treffen teilgenommen hat. Es stellte sich heraus, dass man am Beispiel der jeweiligen Schicksale von Fußballspielern die schwierigen nationalen Fragen besser verstehen kann.

Demnächst wird die polnische Ausgabe des Buches von Thomas Urban herausgegeben, bereichert um zusätzliche Informationen und Fotos. Es besteht die Chance, dass sie zur Pflichtlektüre aller Fussballfans wird.

Die Veranstaltung organisierte das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit.
Tłum. Elf

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